Seit ich denken kann, interessiere ich mich für Hunde. Zunächst war es der Stoffhund, den ich an der Leine führte, später habe ich mir sämtliche Hunde aus der Nachbarschaft geliehen, um Zeit mit ihnen zu verbringen. Nach langem
Betteln zog 2005 endlich der erste Familienhund ein und ca. ein Jahr später sogar der Zweite. Zwei Briardrüden namens Djinn & Enzzo waren nun Teil unserer Familie. Leider mussten wir beide kurz nacheinander gehen lassen
und schnell wurde klar, dass wieder ein Hund einziehen soll. Eltern, die nie einen Hund wollten – ihr wisst schon! Im August 2015 zog Dexter ein, ein dreijähriger Briardrüde aus dem Tierschutz. Er brachte neben einer nicht
vorhandenen Impulskontrolle & Frustrationstoleranz eine gute Portion Aggressions- und Territorialverhalten mit. Er war der erste und bisher auch einzige Hund, der mir ein Loch in den Arm gebissen hat. Die Narbe erinnert
mich bis heute an diese Situation. Dass Hunde aus dem Tierschutz dankbar sein sollten, weil man sie gerettet hat, hat ihm scheinbar niemand gesagt. Mit dem Abstand und dem heutigen Wissen, kann ich sagen, dass in der Erziehung
der Familienhunde und vor allem im Zusammenleben mit Dexter so einiges besser hätte laufen können und sollen. Aber hinterher ist man ja immer schlauer.
Als ich Zuhause ausgezogen bin, fehlte mir das Zusammenleben mit einem Hund sehr. Da die Rahmenbedingungen für einen eigenen Hund zunächst nicht passten, musste ich mich noch einige Jahre gedulden. Im November 2020 erfüllte
ich mir meinen Herzenswunsch und mein erster eigener Hund zog ein. Maya, eine Australian Shepherd Hündin. Damals dachte ich, ich wüsste viel über Hunde und sei gut vorbereitet. Wir hatten schließlich 3 Hunde, ich habe die
Hundeschule mit ihnen besucht & unzählige Bücher gelesen. Dexter brachte dazu noch einige Special Effects mit, die uns herausgefordert haben. Maya belehrte mich dennoch eines Besseren und brachte mich oft an meine Grenzen.
So sehr, dass ich sie am liebsten wieder abgegeben hätte. Zum Glück kam es anders. Ich holte mir Hilfe von Hundetrainern und habe viel auf mein Bauchgefühl gehört, statt auf die Worte anderer Leute. Diese Kombination hat
sich bewährt und unser Zusammenleben wurde endlich so, wie ich es mir immer gewünscht hatte.